5 vor 12 und immer noch nicht fertig? In meinen Gesprächen mit Studierenden während der Zeit ihrer Abschlussarbeit kommt es immer wieder zur Sprache: Die einen kämpfen mit Schreibblockaden, die anderen haben sich in der unstrukturierten Vorbereitung verloren, wieder andere leiden an akuter oder chronischer Aufschieberitis. Gerade bei langfristigen Projekten, wie Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Dissertation, kann man sich leicht verzetteln. Was hilft? Das lesen Sie in meiner Artikelserie "So schaffen Sie Ihre Abschlussarbeit ohne Stress".           
 
Noch 3 Monate oder sogar ein halbes Jahr bis zum Abgabetermin der Bachelorarbeit oder Masterarbeit? Das klingt nach einer sehr langen Zeit. Und gerade da liegt die größte Falle. Denn oft vergehen diese Monate schneller als man denkt und bald sind nur noch wenige Wochen oder sogar Tage übrig. Die Zeit wird knapp, die Arbeitsweise hektisch, das Ergebnis unbefriedigend. Wer das vermeiden will, sollte einige Punkte beachten:           
 
Grobplanung machen           
 
Abschlussarbeit angemeldet? Dann starten Sie am besten sofort. Erstellen Sie einen groben Zeitplan, wann Sie was erledigt haben wollen: Gliederung, Literatursuche, Sichtung, ggfs. Erhebung und Auswertung, Schreibprozess, Einholen von Feedback, Korrekturphase, Drucken und Binden. Wichtig ist, genug Pufferzeiten einzuplanen, denn nicht immer klappt alles reibungslos. Da muss ein Fachbuch erst per Fernleihe geordert werden, die Interviewpartner lassen auf einen Termin lange warten oder der Professor schmeißt die Gliederung noch mal völlig über den Haufen und setzt damit alles auf Anfang. Ja, alles schon vorgekommen! Wählen Sie am besten einen Endpunkt mindestens eine Woche vor dem Abgabetermin. Dann können Sie es gelassen angehen, wenn plötzlich der Drucker spinnt.            
 
Einen Stundenplan erstellen          
 
Sich jeden Tag aufzuraffen und sich an den Schreibtisch zu setzen, erfordert viel Disziplin. Leichter geht es, wenn man sich einen Wochenplan erstellt. Erst mal wichtige Termine eintragen, wie die Vorlesung, die man noch besuchen muss, oder den Nebenjob, dann die Arbeitsstunden drum herum verteilen. Am besten 6 bis maximal 8 Stunden täglich sollten es sein, eingeteilt in 2-3 Zeitblöcke. Dazu planen Sie am besten gleich regelmäßige Pausen ein und mindestens einen komplett arbeitsfreien Tag in der Woche zum Erholen und Regenerieren. Ob Sie gleich morgens um 8 Uhr beginnen und um 15 Uhr den Griffel fallen lassen oder ob Sie nach einem späten Frühstück lieber bis in die Abendstunden produktiv sind, ist dabei Ihren persönlichen Vorlieben überlassen.            
 
Den besten Arbeitsort finden            
 
Ob zu Hause im stillen Kämmerlein oder zu selbst festgelegten Zeiten in der Bibliothek, jeder lernt in einer anderen Umgebung effektiver. Während den einen der Trubel in der Uni bei der Konzentration stört, braucht der andere einen geregelten Arbeitstag außer Haus, um sich in der eigenen Wohnung nicht von Haushalt, Hobby oder Zocken am PC ablenken zu lassen. Motivationsloch oder Schreibblockade? Vielleicht hilft ein (vorübergehender) Ortswechsel. Ein Versuch ist es auf jeden Fall wert.        
 
Lesen Sie demnächst auf diesem Blog: So schaffen Sie Ihre Abschlussarbeit ohne Stress. TEIL II: Die Schreibphase.