Motivationslos? Schreibhemmung? Startschwierigkeiten? Meine Erfahrung sagt: Damit sind Sie nicht allein! Mit dem richtigen Zeitmanagement sind langfristige Projekte, wie Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Dissertation, aber deutlich stressfreier zu bewältigen. Im ersten Teil diese Artikelserie, "Die Planungsphase", ging es um die Planung vorab: Grobplanung machen, Stundenplan erstellen, den besten Arbeitsort finden. Steht die Planung, beginnt die Schreibphase.
 
Das Thema steht, jetzt geht es an die Recherche. Schon hier können Sie für einen effektiven Umgang mit Ihrer Zeit sorgen.
 
Literatur sichten
 
Weniger ist manchmal mehr. Wer die Literatur gut sondiert und nur das liest, was wirklich zum Thema gehört, spart sehr viel Zeit. Nichts ist schlimmer, als sich in den Randbereichen des Themas zu verzetteln. Das bedeutet: Bücher, die doch nicht zum Thema der Bachelorarbeit oder Masterarbeit passen, in die Bibliothek zurückbringen. Das entlastet den Schreibtisch und das Gewissen. Probieren Sie es aus! Wenn nur einzelne Aufsätze wichtig sind, ist es kontraproduktiv, den ganzen dicken Wälzer durchzuarbeiten. Im Zweifelsfall können Sie auch einzelne Kapitel einfach kopieren und abheften (Quellenangabe notieren!), falls Sie später doch noch darauf zurückgreifen möchten.
 
Saubere Quellenangaben machen
 
Nichts hält zum Schluss der Arbeit mehr auf, als im Nachhinein die ganzen zitierten oder paraphrasierten Sätze erneut aus unzähligen Büchern wieder heraussuchen zu müssen. Einer Katastrophe gleich kommt der Fall, wenn das Buch inzwischen von einem anderen Studierenden ausgeliehen wurde und Sie es vor dem Abgabetermin überhaupt nicht mehr zu Gesicht bekommen können. Also gilt: Immer sofort die Quelle mit Seitenzahl notieren. Und dann die Quelle gleich ins Quellenverzeichnis aufnehmen, mit allen bibliografischen Angaben. Das erspart später Sucherei und umständliches Abgleichen.
 
Den Schreibprozess angehen
 
Aller Anfang ist schwer. Umso besser fühlt es sich an, wenn Sie die ersten Worte zu Papier gebracht haben, und sei es nur das Deckblatt oder die Gliederung. Die Einleitung gilt oft neben dem Fazit als das Herzstück der Arbeit. Dieses Wissen löst nicht selten Schreibhemmungen aus. Bester Tipp also: Einleitung erst mal überspringen und mit dem zweiten Kapitel beginnen. Das ist meistens der Theorieteil, der auf Literatur beruht, an der man sich langhangeln kann. Das fällt vielen leichter. Die Einleitung kann dann später im Zusammenhang mit dem Fazit erarbeitet werden. Böse Stimmen behaupten, dass einige BetreuerInnen sowieso nur Einleitung und Fazit lesen. Darauf verlassen sollten Sie sich allerdings nicht, aber auf diese Teile natürlich ein besonderes Augenmerk legen.
 
Lesen Sie demnächst auf diesem Blog: So schaffen Sie Ihre Abschlussarbeit ohne Stress. TEIL III: Die Korrekturphase.